Archive for the ‘Fernweh’ Category

Vom Land der glücklichen Steckdosen in das der Entsetzten

Monday, February 29th, 2016

(Ein Großteil des Textes wurde unter starkem Schlafentzug geschrieben und der Autor war zu faul zu korrigieren. Nur als Warnung)

Angefangen hat es im Grunde wie jede gute Geschichte: Ein früher Abend und 3 Bier. 3 Bier später fing dann das tröge doch ein verständlicherweise. Schließlich war es bei Eintreffen gerade mal 23 Uhr am Hamburg Flughafen. Der erste (und einzig pünktlich erwischte bis zum Zeitpunkt des Schreibens) erwischte Flug war nämlich erst um 6:25 morgens. Das waren ja dann doch noch 7 Stunden und knapp 4-5 bis zum Check-In. Die Sache wurde damit abgerundet das mein iPad sich als nutzlos erwies, da das letzte aktive Passwort ein zufällig generiertes gewesen war. Und da man ein Gerät heutzutage nicht einfach anmachen kann, damit es einem sagt was es alles do drauf gespeichert hat, braucht man halt auch eine Passwort für das iTunes Konto – damit man Kram schauen kann, der nicht im Geringsten mit iTunes zu tun hat. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Apple, die Hurensöhne. Während die Nacht keine weiteren Überraschungen für mich bereit hielt, von einem angenehmen Gespräch mit einem Rentner abgesehen, kam der Morgen dann dafür umso härter – Szene: Check-In. Muss mich etwas selbst loben da ich als einziger nicht wie ein Retard an die Priorityline gestellt hab, sondern an die Stelle wo die nette Dame vom Betrieb das Band für uns Normalsterbliche teilt. War dann auch als erster dran – hat mir aber leider gar nichts gebracht da ich ohne Rückflugticket angetanzt bin und von daher erstmal beim Ticketing eben Jenes erwerben. Geht nun also 89 Tage (Esta Visum erlaubt 90 Tage Aufenthalt) in Amerika vorerst am rumturnen. Die 89 Tage Geschichte wäre übrigens fast total daneben gelaufen. Ich sagte dem Herren nämlich ich würde gern so in 85 Tagen fliegen. Meinte er noch „Sind 83 Tage“. Mich hats da noch nicht stutzig gemacht, den unverschämten Preis bezahlend und mit Erlaubnis vordrängelnd zurück in die Riehe bzw an den Schalter. Oh und zurück geht’s nun New York -> Moskau -> Berlin. Da soll nochmal wer sagen, ich käme nicht viel rum.

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Von Fernweh und den Abenteuern

Monday, January 18th, 2016

Fernweh, das ist nicht die Lust auf Urlaub. Es ist ein Drang der in manchen Menschen tiefer verankert ist als der Selbsterhaltungstrieb. Die Lust, das Verlangen eher, raus in die Welt zu kommen. Die Unruhe die einen überkommt wenn man zu lange an einem Ort ist. Wenn Spontanität ihr Maximum bei einem erreicht wenn man mal eine Stunde früher sein Abendessen einnimmt, dann ist man für dieses Gefühl des Fernweh wohl eher ungeschaffen. Es ist wie eine Hand die den Geist immer versucht aus dem Körper zu ziehen und dieser nur versucht mitzuhalten.

Ok, meine “poetisches” Können hat damit gerade sein Ende erreicht, aber was will ich nun eigentlich sagen? Ich denke, heute in einer Zeit wo man vor dem Studium noch 1-2 Jahre “Work’n’travel” machen kann als Jugendliche viele umher reisen und Dank der heutigen Technologie total das Land in dem sie sich befinden missachten. Es ist einfach zu einer gequälten Selbstdarstellung geworden. “Seht her, ich bin in Australien [wie zigtausend andere], bin ich nicht total verrückt das ich das mache?!” Wenn es kein tägliches Update auf Facebook oder Twitter gibt mit einem neuen Foto drehen sie total durch. Immer zu auf der Suche nach dem nächsten Alltagserlebnis das durch die Ferne natürlich total krass ist. Aber es  geht meiner Meinung nach der wichtigste Aspekt der Ferne oft verloren: die Kultur und die Menschen aus diesem Land. Was bringt es mir an einem Tourismusort zu sein und mich mit anderen Deutschen zu unterhalten. Natürlich schön, diese haben sicher auch interessante Geschichten zu erzählen, aber sollte man nicht versuchen mit der Lokalbevölkerung in Kontakt zu treten?  Also auf einen intensiven Kontakt. Und aus diesem Kontakt müssen keine auf ewig-währendenen Freundschaften entstehen, ganz im Gegenteil. Meiner Meinung nach muss man für einen guten Austausch nichtmal den Namen des Anderen erfahren um ihn wirklich zu erleben.  Und versteht mich nicht falsch, macht Fotos, Videos oder haltet es schriftlich fest wie euch die Menschen des Landes inspirieren, mitnehmen oder in Erinnerung blieben. Aber macht es doch auf eine Art, wo ihr nicht permanent im Mittelpunkt steht. Qualität sollte der Quanität immer vorraus gehen. Kann man auch sehr gut an der Menge der Einträge auf dem Blog erkennen in den letzten beiden Jahren.

Ich kann nicht sagen, das ich nicht auf meinen vergangenen Reisen mich nicht dieser Sünden mitschuldig gemacht habe. Daher wirken manche der Aussagen auf mich auch recht heuchlerisch, muss ich mir leider eingestehen. Und von daher zurück zu mir. Ist ja schließlich mein Blog und da dreht sich alles um mich, mich, mich. (more…)