Vom Land der glücklichen Steckdosen in das der Entsetzten

(Ein Großteil des Textes wurde unter starkem Schlafentzug geschrieben und der Autor war zu faul zu korrigieren. Nur als Warnung)

Angefangen hat es im Grunde wie jede gute Geschichte: Ein früher Abend und 3 Bier. 3 Bier später fing dann das tröge doch ein verständlicherweise. Schließlich war es bei Eintreffen gerade mal 23 Uhr am Hamburg Flughafen. Der erste (und einzig pünktlich erwischte bis zum Zeitpunkt des Schreibens) erwischte Flug war nämlich erst um 6:25 morgens. Das waren ja dann doch noch 7 Stunden und knapp 4-5 bis zum Check-In. Die Sache wurde damit abgerundet das mein iPad sich als nutzlos erwies, da das letzte aktive Passwort ein zufällig generiertes gewesen war. Und da man ein Gerät heutzutage nicht einfach anmachen kann, damit es einem sagt was es alles do drauf gespeichert hat, braucht man halt auch eine Passwort für das iTunes Konto – damit man Kram schauen kann, der nicht im Geringsten mit iTunes zu tun hat. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Apple, die Hurensöhne. Während die Nacht keine weiteren Überraschungen für mich bereit hielt, von einem angenehmen Gespräch mit einem Rentner abgesehen, kam der Morgen dann dafür umso härter – Szene: Check-In. Muss mich etwas selbst loben da ich als einziger nicht wie ein Retard an die Priorityline gestellt hab, sondern an die Stelle wo die nette Dame vom Betrieb das Band für uns Normalsterbliche teilt. War dann auch als erster dran – hat mir aber leider gar nichts gebracht da ich ohne Rückflugticket angetanzt bin und von daher erstmal beim Ticketing eben Jenes erwerben. Geht nun also 89 Tage (Esta Visum erlaubt 90 Tage Aufenthalt) in Amerika vorerst am rumturnen. Die 89 Tage Geschichte wäre übrigens fast total daneben gelaufen. Ich sagte dem Herren nämlich ich würde gern so in 85 Tagen fliegen. Meinte er noch „Sind 83 Tage“. Mich hats da noch nicht stutzig gemacht, den unverschämten Preis bezahlend und mit Erlaubnis vordrängelnd zurück in die Riehe bzw an den Schalter. Oh und zurück geht’s nun New York -> Moskau -> Berlin. Da soll nochmal wer sagen, ich käme nicht viel rum.

Im Flieger sitzend denkt man dann endlich: „So, das größte Warten hab ich nun aber auch hinter mir“ und man freut sich ziemlich. In Düsseldorf wären es ja nicht mal zwei Stunden umsteigen und in New York auch nur 3 Stunden, wobei man dort wohl eher Zeit hinzupacken müsste, um realistisch zu bleiben. Man merkt schon am Unterton: „Ouh, ouh!“
Und in der Tat Ouh ouh. In Düsseldorf angekommen erstmal direkt: Flug verspätet sich bis 12 Uhr, also gute 3 Stunden. Damit hat sich der Flug nach Dallas schonmal erledigt. Das hat sich dann aber auch bewahrheitet. Allerdings auch dann alle anderen die an dem Tag gewesen wäre, einfach aus dem simplen Grund das unsere Maschine erst um 14:45 dann schlussendlich abhob. Aber Krisen schweißt die Menschheit immerhin zusammen. Ich habe eine nette Opernsängern, ein hilfsbereites Hipstermädchen (wobei schon fast eher Frau) und eine deutsche US-Wiederkehrerin – von sich aus Konditorin. Ich lasse Namen nun übrigens weg, da ich einen vergessen habe und das unfair gegenüber den anderen wäre. Hier wird immerhin für shizuh.de publiziert, dem Weltmagazin.
Der Flug an sich war angenehm und unspektakulär. Das Essen war wie immer schlecht und wie erwartet erhielt ich keine Kompensation für den verpassten Flug. Wurde mir zwar mehrfach versicher aber naja.

Nun sitze ich hier also – von JFK zum La Guardia. Um 6 Morgens geht mein hoffentlich letzter Flug. Mal schauen, was er so bringt und ich hoffe, ich verschlafe ihn nicht.

CUT! Der Text bis hier wurde am La Guardia Airport verfasst. Das war vor 2 Tagen. Nun sitze ich im Wohnzimmer der Wohnung wo ich die meiste Zeit verbringen werde und bin ausgeschlafen. Nachdem ich den Laptop zuklappte musste ich stark mit dem Schlaf kämpfen. Das muss ich nun nicht mehr, ab sofort gilt der Kampf dem Alltag und wie man hier als Deutscher so durch den Tag kommt.

Auf jedenfall hab ich noch am Flughafen beim warten noch eine nette Dame mittleren Alters kennengelernt und mit ihr etwas über Amerika und die Unterschiede zwischen den Kontinenten geredet. War ganz interessant und ich müsse doch „Soulfood“ ausprobieren wenn ich in Texas wäre und mal ein paar Schwarze kennenlernen würde.

Der Flug selbst war weniger beeindruckend. Ich hab zwei Stunden von den Dreien geschlafen. Nicht weil es gemütlich war, sondern weil ich einfach so erschöpft war. Die letzte Stunde hab ich dann aus dem Fenster geschaut und die Landschaft begutachtet. In Dallas angekommen hab ich dann einfach nur erschöpft auf einer Bank bei den Gepäckbändern eine Cola getrunken und eine Stunde später dann mit dem Auto mich auf die Reise nach Houston begeben. Also, nicht ich direkt. Ich wurde abgeholt. Aber um dem ganzen gerecht zu werden wurde direkt in Dallas noch bei Whataburger eben etwas Nahrung konsumiert. Tat aber auch tatsächlich sehr gut nach all der Flughafenkost.
Und nun sitz ich dann halt hier so rum. Alle auf Arbeit und ich nur ein fauler Tourist, kann man nichts machen.

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