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27.2.2010 – "2 Uhr Morgens."

Ferien. Endlich! Tatsache ist, ich war so in Ferienlaune, das ich es verpennt habe. Im warsten Sinne des Wortes.

Habe heute Pokemon Heartgold angefangen, diverese Games mit diversen Leuten gezockt und im Grund entspannt.

Morgen gibts etwas größeres. Viiiel. Doch heute solls ned so kurz sein. Deswegen einfach auf Weiterlesen klicken um den ersten Teil meines Deutschaufsatzes, Vault 101, zu lesen. Viel Spaß! [Dies ist für den 26.3.2010 geschrieben. Mit “Morgen” meine ich heute Abend]

Choose your holiday. Shizuh.

Vault 101

Mein Sohn, wenn du dies liest, werde ich bereits Tod sein. Dieser Brief ist mein Vermächtnis, meines bescheidenen Besitzes. Doch zuerst, möchte ich dir von dem Leben an der Oberfläche erzählen. Als ich und deine Mutter vor 60 Jahren in den Schutzbunker 101, dir wohl bekannt als Vault 101, zogen, waren wir noch Kinder. Am 30.10.2030 sahen wir ein letztes Mal die Sonne scheinen. Sie leuchtete rot, ein seltener Anblick. Bevor wir durch den Eingang des Vaults traten, zogen Wolken auf und es begann zu regnen. Regen. Was früher ein Segen war, war unser größter Feind geworden. Der radioaktive Regen, den alle fürchteten. Keiner war wirklich gesund, doch die Wissenschaftler sagten uns, das wir nach wenigen Jahrzehnten wieder an die Oberfläche konnten, als sie die dicken Stahltore mit einem Knopfdruck schlossen. Niemand aus Vault 101 sah danach jemals die Sonne wieder. Aufgrund der Überbevölkerung der Erde, brauchte man mehr Strom, Nahrungsmittel usw. . Wie du dir vorstellen kannst, mussten viele Menschen der Entwicklung weichen und waren gezwungen in große Städte zu ziehen, um den Platz freizumachen für Atomkraftwerke, Landwirtschaft und Testgelände. Da nicht alle Menschen an der über der Erde platz hatten, wurde beschlossen Bunker zu bauen. Bunker die sich selbst versorgen konnten. Bunker welche, abgeschnitten von der Außenwelt, Wissenschaftlern wie mir und deiner Mutter Zeit geben sollten ungestört zu forschen. Die ersten Jahre ging alles gut. Man glaubte, wenn man die richtigen Ergebnisse erzielte, würden wir wieder ans Licht können. Keiner konnte klagen. Wir hatten freie Arbeitszeiten und durften selbst entscheiden, was wir erforschen wollten. Die Versorgung war durch künstliches Essen und Wasser aus dem Untergrund gesichert.

Als mein guter Freund und Kollege Dr. Phillips Ergebnisse zeigte und diese, wie jeden Tag, unserem Aufseher, übergab, wurde er am nächsten Morgen abgeholt. Man sagt, er durfte zurück an die warme Sonne, welche uns allen fehlte. In den nächsten Monaten arbeiteten alle noch härter als normal, doch keiner durfte gehen.

Die Sonne. Ihr kühle Wärme. Ich spüre sie immer noch auf meiner Haut. Wie sie mich wärmt und langsam bräunt. Hier unten regierte die Blässe. Die Kinder, die hier geboren wurden, waren blass. Sie hatten nie den Luxus, sich von der Sonne bräunen zu lassen. Sie waren verdammt, blass zu sein. Verdammt weiß zu sein. Doch du, du warst anders. Du bist, wie deine Mutter, braun. Von Geburt an. Was hätte sie wohl dafür gegeben, dich aufwachsen zu sehen. Doch, wie du sicher weißt, starb sie kurz nach deiner Geburt. Sie war stark gläubig. Ich erinnere mich noch an ihr Lieblingspsalm: „Ich bin Alpha und Omega. Ich bin der Anfang und das Ende“. Und so gehe auch ich ihren Weg.

Ich möchte, das nun du, in meine Fußstapfen trittst. Ich habe lange gebraucht, doch nun fehlt nur ein klein wenig und… und du, mein Sohn, wirst frei sein. Als du schliefst war ich nicht untätig. Ich habe die Lüftungsschächte erkundet und eine Karte erstellt. Und einige führen nach draußen, doch ich konnte nicht gehen. Ich war zu schwach, um den letzten Schritt zu nehmen. Mir fehlte der Mut, mich ins Unbekannte zu werfen. Doch so bin ich nun doch in das Unbekannte Land des Todes getreten, ohne die Möglichkeit, zurückzukehren. Doch habe ich für dich alles bereit gemacht. Sobald du soweit bist, öffne meine Schublade. Du weißt, die mit dem Schloss vor. Zögere nicht, ich habe den Schlüssel nicht mehr. Versuche sie auf zumachen und nimm dir die Karte, die dort liegt. Dort sind alle Lüftungsschächte eingezeichnet und der Weg nach draußen. Sei kein Narr. Begib dich an die Oberfläche und erkunde die Welt! Wer weiß, was aus Mutter Erde geworden ist. Doch merke dir eins. Krieg. Krieg ändert sich nie.

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