21.12.2010 – “1.3 – .//Banditen [Story]”

Danke an Efe der mir eine große Hilfe war und definitiv zur Qualität des Abschnitts beigetragen hat. Ansonsten hat der Teil mir ziemlich Spaß gemacht und ich denke das ganze gerät langsam ins Rollen, nach einem eher schwachem Start meinerseits.

1.3

.//Banditen

Da Dimitrij auf Alexandejrs Hilfe verzichten wollte musste er sich nach einem neuem Partner umsehen. Dimitrij beschloss sich ausserhalb von UG-City in einem der Lager umzuhören um wen zu finden der ihm Rückendeckung geben konnte.
Und so machte er sich erneut auf die schützenden Tore von Underground-City zu verlassen.

Als er herausschritt musste seine Augen sich für einige Sekunden an das helle Tageslicht gewöhnen. Es war fast Mittag, der beste Zeitpunkt um halbwegs geschützt durch die Wildnis zu streifen,denn viele Mutationen waren Wesen der Nacht, verkrochen sich diese bei Tage war die einzig verbleibende Bedrohung die Hunde oder deren Besitzer. Während die einen sich versteckten, wurden andere bei Tage erst Recht aktiv. Gauner und Ghule streiften durch die Wiesen und Wälder der Zone. Dimitrij war zwar kein Bandit, doch er gehörte auch keiner Fraktion an. Unter den Wegelagerern gab es nur das Bündnis der Plünderer und eine Splittergruppe, die freien Banditen Letztere waren im Grunde alle Herumtreiber die sich nicht den Regeln des Bündnis beugen wollten und lebten gefährlich, wurden sie doch selbst von ihresgleichen gemordet. Das Bündnis war ein gut organisiertes Netzwerk von Banditen, Plünderern und Wegelagerern welche strategisch Straßenblockaden und Barrikaden errichteten. Auf Dimitrijs letzter Mission hatten eben jene ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Freien waren kein Problem mit ihrer meist schlechten Ausrüstung und Koordination, doch die Bündnisbanditen waren anders. Sie hatten zum Teil sehr gutes Inventar und waren diszipliniert. Ihre Hinterhalte waren oft Todesfallen für ihre Opfer. Dimitrij hatte Respekt vor der dem Bündis, sie beherrschtem schon seit langem die Zone ausserhalb UG-Citys und selbst die Black Ops lief ein Schaudern bei ihrer Erwähnung über den Rücken.

Als Dimitrij die Stufen emporstieg überblickte er die Weiten der Zone. Der Eingang zur Stadt lag ausserhalb Pripyats, in einem kleinem Dorf welches nun nurnoch von einigen Söldnern und Arbeitern bewohnt war. Ein paar Wissenschaftler lebten ebenfalls hier oben, ungeschützt vor den ab und an auftauchenden Emissionen, höchstens durch einige Holzwände welche dazu neigten sehr zerbrechlich zu sein. Doch trotzdem war das Dorf Dimitrijs Hoffnung noch einen Partner zu finden und so ging er durch den Ort. Anscheinend erreichte der Strom inzwischen auch hier die Menschen. Die Lichter vor der Taverne brannten, das zweistöckige Gebäude sah heruntergekommen aus, auch wenn es das einzige Steingebäude außer der Kirche war. Doch in der Kirche war es unmöglich zu übernachten. Nur Mitglieder der Bruderschaft von Atom konnten dort übernachten. Das wurde niemals so gesagt, doch es erhielt keiner außer ein paar zwielichtigen Gestalten Einlass in diesen heiligen Ort. Die Bruderschaft war sehr religiös und ebenso fanatisch. Jeder der einen ihrer heiligen Plätze betrat wurde als Feind der Bruderschaft angesehen und musste sich entweder ihrer Religion beugen und sich ihnen anschließen oder mit dem Tode büßen.

„Willkommen Dimitrij! Schön dich mal wieder hier zu sehen“ gröllte der Wirt ihn an. „Ja, ist in der Tat ein wenig her, bin einfach nicht dazu gekommen Wladislaw“ entgegnete Dimitrij. „Schon ok, schon ok, was führt dich in dieses Drecksloch? Ist ja nicht so, als hättest du sowas noch nötig“. Dimitrij lehnte sich ein wenig über den Tresen und flüsterte Wladislaw zu was für eine Person er brauchte. Wladislaw lachte kurz auf und winkte in Richtung einer der in schwarz gekleideten Männer. „Das ist Boris. Schnell, leise und effizient. Er redet viel wenn der Tag lang ist, aber ist zuverlässig. Ich denke er ist der passende für soetwas“ erklärte Wladislaw. Boris war klein. Nicht ungewöhnlich klein, aber kleiner als die meisten Leute. Vor allem wenn man beachtet, womit er sein Geld verdiente. Aber vielleicht war genau das sein Geheimnis. Seine schwarze Kutte schleifte etwas auf dem Boden hinter ihm und seine Kapuze war zu groß für ihn. Er verdeckte Mund und Nase durch Tücher und trug eine leicht grün schimmernde Schutzbrille mit zwei klaren Rotpunkten. Er trug seine Ausrüstung nicht sichtbar, sogar seinen Rucksack abgezeichnet durch einen Buckel auf seinem Rücken, unter der Robe. Das einzigste was er offen trug war seine Ak47-U, eine kleine und nahkampfstarke Waffe.
Die Ak47-U war Dimitrij nicht unbekannt. Am Anfang seiner Reise in die Zone rettete diese ihm etliche Male das Leben, da sie im Nahkampf nur durch eine Schrotflinte zu schlagen war. Er benutzte sie auf seinem ersten Überfall gegen einige freie Banditen, zusammen mit Alexandejr und einem Söldner, welchen sie sich als Führung mitgenommen hatten, um an Nahrung und sauberes Wasser zu kommen. Sie schafften es leicht das Pack zu überwältigen und begannen mit der Nahrungssuche. Einer der am Boden liegenden Banditen regte sich erneut, schwer angeschossen griff er zu seiner Pistole und drückte ab. Der Söldner fiel mit einem dumpfen Laut neben Dimitrij auf den Boden, welcher sich umdrehte um nach dem Schützen zu suchen, als er den Halbtoten entdeckte und mit einem abwertenden Ausdruck ihm mit seiner Ak47-U den Gnadenschuss setzte. Als er sich die Pistole ansah, bemerkte er das sie leer war. “Die hätte er sich selber geben sollen, Bastard”.
Kurz in seiner Traumwelt vertieft, kam Dimitrij zurück zu den Anderen und musterte Boris. Seine in schwarzen Lederhandschuhen verpackten Hände rasteten ruhig auf seiner Waffe. „Ich denke, du bist der richtige für diesen Job. Auf gute Zusammenarbeit Kamerad“ sprach Dimitrij und reichte ihm die Hand. „Auf eine gute Zusammenarbeit“ erwiederte er und schlug ein.

One Response to “21.12.2010 – “1.3 – .//Banditen [Story]””

  1. Brainless says:

    Cool, muss ich mal lesen
    ach ja und …

    Fröhliche Weihnachten! 😀

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